U23 Meisterschaften/Kapfenberg

Vergangenes Wochenende fanden in Kapfenberg die österreichischen U23 Meisterschaften statt. Nachdem der ÖLV „auf Grund mangelnder Leistungsdichte“ (2 U23-EM Finalisten, 1 U20-EM Teilnehmer und weiteren 2 U23 Läufer in den diesjährigen TopTen) die Hindernisstrecke gestrichen hatte, startete ich Samstags über 3000m flach und am Sonntag sollte ich auch noch – wie sich herausstellen sollte völlig angeschlagen – die 800m laufen.

Über 3000 war ich vierter der Meldeliste, rechnete mir allerdings durchaus eine Medaille aus, da einerseits manche flottere Läufer sich schon in Saisonpause befanden, andererseits einige vor mir gemeldete nicht in Form waren-aus welchen Gründen auch immer.

Das Rennen war dann von Beginn an relativ flott. Andi Vojta führte uns alle in seiner gewohnten Art – nämlich ohne Tempogefühl 😉 – in zu schnellen 31’’ über die ersten 200m des Rennens. Danach bildeten sich dann die ersten Gruppen. Die Führungsgruppe bestand aus Andi und Dominik Zierler, der fortan für das Tempo sorgte. Den Rest des Medaillen- und Platzierungsanwärter führte ich an. Mit vier Sekunden Rückstand passierte ich, mittlerweile nur mehr mit Andrej Naroda und Mathias „Motz“ Steindl im Rücken, die Verfolgergruppe in 2:55’ den ersten Kilometer. Auf der nächsten Runde musste dann Motz reißen lassen und ich rechnete fortan mit einem Zweikampf mit Andrej um die Bronzene, wobei ich permanent wusste, dass ihm das flotte Tempo mehr zusetzten wird als mir. Die Zwei-Kilometer-Marke passieren wir in 2:57’ – der Rückstand nach vorne wird auf einmal immer geringer und daher erhöhe ich noch einmal den Druck. 500m vorm Ziel laufen Andrej und ich zum Spitzenduo auf und eigentlich wollte ich sofort vorbei laufen. Allerdings blickte sich Andi um, scherte aus und mein Schwung aus der Kurve heraus war auch weg. Zusätzlich schlüpfte Andrej durch die sich bietende Lücke innen vorbei und ich fand mich auf Rang vier wieder – also eigentlich optimal so knapp vorm Ziel 😉 Genau bei der Glocke ging ich allerdings wieder an Andrej vorbei und ließ ihm diesmal keine Chance mehr und lief den 3. Platz nachhause – denn nach vorne ging leider nichts mehr und somit sah ich mir Andis Sieg vor Dominik von hinten an. Aber mit neue pB von 8:41,15 und einem sehr geilen letzten Kilometer kann ich auch leben!

Am nächsten Tag bei den 800m ging es dann leider nicht so gut. Einerseits waren die Wadln ganz leicht angeschlagen (Untertreibung des Wochenendes 😛 ), andererseits war vermutlich auch die Luft heraußen. Denn wie lässt sich sonst ein Einreihen an letzter (8ter) Stelle erklären, wenn es denn eigentlich nur um den sechsten Platz ging. Jedenfalls ärgerte mich so rund 600m mit Uwe Hulli rum – und auch mit erneut sehr schwacher erster Runde (29hoch folgten 30,0’’ – also 60er Runde). Am Ende schaute ein eher unbefriedigender 7. Platz heraus, wobei mit taktischer Raffinesse wohl durchaus die zweite Platzierung des Wochenendes drinnen gewesen wäre. Was allerdings noch viel schlimmer war, war die Zeit – 2:00,19. Also wieder nix mit „sub-2:00“ – so ein dummer Mist, dabei hatte ich doch extra noch einen Zielwurf hingelegt. Naja, in der Halle kommt dann endlich die 1:5?,??er Zeit!!! Und außerdem gibt es wohl kaum jemanden, der innerhalb von nur einer Woche fast auf die Hunderstel Sekunde die gleiche sch**** Zeit läuft – und das auch noch mit nahezu identen Durchgangszeiten.

Alles in allem bin ich mit dem Wochenende aber sehr zufrieden, war es doch immerhin eine gute pB (mal wieder fast alleine gelaufen…) und meine 3. Einzelmedaille bei Österreichischen Meisterschaften sowie die 6. Platzierung dieses Jahr!

Über Christoph Sander

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