Streckenbeschaffenheit und Stadtbesichtung…

…oder doch Streckenbesichtigung und Stadtbeschaffenheit?
Das ist hier in Lodz die Frage!
Zwar waren wir heute endlich im richtigen Park – also jenem, wo morgen das WM-Rennen stattfinden wird, jedoch nicht unbedingt auf der Strecke. Denn nach dem Aktivieren auf der vermeintlich bereits markierten Strecke wurde uns erklärt, dass die Strecke morgen doch anders aussehen wird. Entgegen dem normalen Menschenverstand gutierten wir diese neue Information mit einem freundlichen Lächeln. Denn so besteht noch die Möglichkeit, dass beispielsweise die Asphaltpassagen des Kurses entweder wegfallen, oder zumindest mit Matten bedeckt werden, so dass die Strecke doch mit Spikes belaufen werden kann…was ja für Cross nicht gerade alltäglich wäre, oder doch…?!

ob es für mich morgen auch steil bergauf gehen wird auf der Strecke bleibt noch ein Rätsel…

Vom Profil her ist der Kurs übrigens circa so spannend wie wenn man die Prater Hauptallee im zick-zack rauf und runter laufen würde. Kaum Abwechslung, im Prinzip „brettel-eben“ und kaum Herausforderungen. Einzig ein vom Veranstalter als „nice hill“ bezeichneter Rodelhügel (kennt der echte Wiener auch aus dem Prater) muss einmal bergauf und nach 180° Wende wieder bergablaufend bewältigt werden. Na gut, in der 6. von 6 Runden à ca. 1750 m wird der dann tatsächlich weh tun!

Alexander-Newski-Kathedrale in Lodz-Downtown

Ähnlich unspektakulär wie die Strecke präsentiert sich übrigens auch die Industriestadt Lodz! Die großteils im Schachbrettmuster angelegte drittgrößte Stadt Polens besticht durch heruntergekommene Häuser, mangelnde Sehenswürdigkeiten und Straßen- wie Gehsteigzustände die bei uns am ehesten noch auf der BMX-Bahn im Prater zu finden sind. Bei einem zweistündigen Stadtrundgang konnten schlichtweg kaum positive Eindrücke gewonnen werden, was letzten Endes wohl auch daran lag, dass die Bankomaten hier unsere Karten nicht ein einziges Mal akzeptieren wollten und somit der nachmittägliche Kaffee gestrichen werden musste.

Naja, wird morgen auch ohne Käffchen gut gehen! Die Beine sind nämlich endlich halbwegs locker und generell überwiegt die Freude, dass es morgen endlich losgeht! =)
Eine genaue Einschätzung über eine Platzierung o.ä. kann aufgrund des Fehlens einer Meldeliste bzw. dem mangelnden Bekanntheitsgrad der mir bei den Mahlzeiten über den Weg laufenden Mitstreiter aus aller Herren Länder im Übrigen nicht gegeben werden… 😉
Wie bei der Cross-EM gilt es einfach ein klug eingeteiltes, flottes Rennen zu laufen und so viele Läufer wie möglich hinter mir zu lassen. Aber vielleicht setze ich zwecks livestream-Übertragung auch auf die Taktik „flotter Start und Führung in der ersten Kurve“ 😉
In diesem Sinne, gute Nacht und morgen brav Daumendrücken! Livestream-link folgt dann übrigens morgen…

Über Christoph Sander

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