najaaaaaaaaaaaaa….

Ich stand gestern sprichwörtlich alleine im Regen. Die Stadionuhr zeigte 20:06 Uhr, denke ich. Denn ob des Regens in der Luft und den dadurch resultierenden Tropfen vor meinen Augen konnte ich die Zeit eigentlicht nur erahnen. Ebenfalls erahnen konnte ich, was gewesen wäre, wenn … (jetzt gibt’s 5 €uro ins berühmte Phrasenschwein für das 2. Sprichwort in 3 Zeilen 😉
Aber alles schön der Reihe nach. Lediglich zu siebt standen wir beim AustrianTopMeeting an der gekrümmten 1500m-Startlinie. 1 Pacemaker, je 1 Mann aus Namibia, Deutschland und Tschechien, meine Wenigkeit sowie 2 IGLA-Oberösterreicher. Die Pace sollte auf sub 2:02′ auf 800m und dementsprechend ca. 2:33-34′ auf 1000m hinlaufen. Durch diesen Umstand beschloss ich, mit etwas Abstand zur Spitzengruppe mein Rennen im Rieder Regen anzugehen.
„Rieder Regen“ heißt übrigens ein laues Lüfterl (eigentlich sehr lau!), kombiniert mit rund 15° (auch nicht unangenehm) – dafür ziemlich viel Wasser von oben (herrlich in der Vorbereitung und erst im Rennen…).
Nach 150m lief ich mein eigenes Rennen, welches ich mit 48“ auf 300m, 64“ hoch auf 400m und ca. 1:37-38′ auf 600m begann. Soweit noch fast alles okay. 800m waren dann schon in 2:10-11′, die 1000m-Marke passierte ich dann schon bei ca. 2:44′ – was zwar den schnellsten 1. Kilometer bislang bei einem 1500er bedeutete, aber dennoch deutlich zu langsam war, um völlig alleine sub 4:00′ zu laufen.
Bestzeit wollte ich dann aber zumindest noch laufen also versuchte ich die letzten 500m noch einmal zu forcieren! Das gelang dann zwar nicht sehr gut, aber wenigstens passabel und ich lief 1:19,5′ auf dem letzten Streckendrittel. Endzeit war dann 4:04,17min.

Generell darf man über Bestzeiten ja nicht lästern, aber es ist einfach ärgerlich gelaufen. Ich selbst war nicht wirklich am Ende im Ziel, wie man es eigentlich nach einer Mittelstrecke sein sollte. Demnach habe ich schon mal einige Sekunden liegen gelassen. In anbetracht des Rennverlaufs des Spitzentrios hätte ich vor allem wohl mehr riskieren sollen. Nach flotten ersten 700m verschleppten die drei das Tempo auf 2:03′ bei 800m und nur mehr 2:36′ bei 1000m. Ich wollte ja knapp unter 2:40′ anlaufen, die 2:36′ hätten mich wohl nicht umgebracht. Aber was soll’s. Im Nachhinein bringt all der Ärger nichts, es sei denn, ich wandle ihn heute Nacht in positive Energie für die Hindernisstaatsmeisterschaften morgen Abend um!

In diesem Sinne gute Nacht, und nicht auf’s Daumendrücken vergessen!

(PS: Foto geklaut von Facebook)

Über Christoph Sander

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