Abendlauf St. Moritz – Neues aus der Höhe

Die Woche ist gerade mal zur Hälfte rum, und schon hat sich hier einiges getan.

Zum Beispiel hat es in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch geschneit (!). Oder dass gestern Mittag meine Eltern kamen und bis zu meiner Abreise am Sonntag hierbleiben werden, um auf ihren jüngstgeborenen aufzupassen 😉

Ach ja, trainiert wurde natürlich auch! Am Montag beim Hindernistraining bekam ich tolle Tips von einem gewissen Dan Muchoki, seines Zeichens seit 25 Jahren kenianischer Nationalcoach und auch sonst ein hohes Tier im afrikanischen Laufsport! Dienstag und Mittwoch erfolgte dann die erste Doppelbelastung in der Höhe. Dienstag gab’s 2x10x300m – teilweise mit Hindernissen im Weg. Wobei teilweise nicht nur darauf bezogen ist, dass wir Steindi und ich nur die 1. Serie mit Hindernissen liefen, sondern darauf, dass uns immer wieder eine Hürde von Mitgliedern der sehr aufmerksamen schweizerischen Trainergilde weggeräumt wurde. Immerhin erging es nicht nur uns so, auch Bob Thari (immerhin schnellster „weißer“ Hindernisläufer der Welt mit einer 8:01′ pB) zogen die „Hürdendiebe“ schnell den letzten Nerv.
Ein Wort vielleicht noch zum algerischen Franzosen: Seit fast einer Woche hier, haben wir ihn außer Aktivieren, Koordination und eben Dienstag ein paar 300ern noch nichts (!!!) trainieren sehen! Naja, offensichtlich werden Dauerläufe jeder Art oder Intervalle völlig überbewertet und sind für Weltklasseläufer nicht unbedingt von Nöten… eigentlich eine schöne Erkenntnis für alle Trainingsfaulen 😉

Zurück aber zur Doppelbelastung – gestern lief ich beim Abendlauf um den 4,3km langen St. Moritzersee. Ich finishte unter den wachsamen Augen meiner Eltern, insbesondere meines Vaters Karl, der mich mit dem Gucker die ganze Runde über beobachtete, mit 14:04′ auf dem 3. Rang. Vor mir lag ein Mann aus Eriträer mit 13:48′ als 5000m pB und Trainingskollege Steindi (zum Vergleich seine pB: 14:25′). Der Lauf erfüllte seinen Zweck, denn die rund 3:16′ Schnitt pro Kilometer waren sicherlich ein schneller Dauerlauf, der es ja werden sollte. Als Belohnung für den 3. Rang bekam ich übrigens eine Engadiner Nusstorte! Ach, ich liebe Naturalien als Preis 😉

Nun gut, das war’s auch schon wieder für heute! Am Samstag folgt die letzte scharfe Belastung in der Höhe, Sonntag geht es dann weiter nach Schielleiten. Bei der wohl etwas längeren Fahrt werd ich dann wohl auch genug Zeit finden, die 3. und letzte Woche des Trainingslagers zusammenzufassen! Bis dahin, Grüzi wohl ihr Lieben!

Über Christoph Sander

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