VCM Staffelmarathon 2011

Die Schlacht ist geschlagen – und das wie ich finde mit Bravour! Wie in der Vorschau auf den VCM beschrieben, startete ich in einem Mixed-Team im Staffelmarathon sponsored by Volksbank Wien mit dem Ziel, erneut vom obersten Treppchen des VCM-Siegerpodestes zu lachen. Dieses Unterfangen erwies sich schon nach dem Studium der anderen Staffelläufer als sehr schwierig. Neben einheimischen Ortsbekannten sollten schließlich auch Teilnehmer der letzten Crosslaufeuropameisterschaften aus Dänemark ein starkes Quartett an die Startlinie bringen.
Meine Strecke über 11,2km nahm ich bei perfektem Marathonwetter mit circa eineinhalb Minuten Vorsprung auf den Schlussläufer der Dänen sowie knapp zwei Minuten auf Valentin Pfeil. Zu Beginn im Prater lief ich konstante Kilometerzeiten von ca. 3:15’/km. Schon im Prater sah ich, dass der Rückstand der beiden Verfolger geringer wurde, ließ mich aber nicht beirren. Nach rund 6km – am Beginn der Schüttelstraße – überholte mich der Däne und ließ mich nach ca. 500 gemeinsam absolvierten Metern stehen. Insgesamt war meine Performance auf den 2,5km auf der Schüttelstraße sehr ausbaufähig und ich verlor auch auf Valentin viel Zeit.
Durch den 3. Bezirk ging es dann allerdings wieder sehr gut und ich konnte mit Kilometern wieder unter 3:20’/km einige Marathoni ein- und überholen. Bis auf Höhe des Stadtparks – also rund 2,5km vor dem Heldentor – schmolz auch der Vorsprung auf Valentin auf rund 250m, ehe er mich 1,5km vor dem Ziel beim Schwarzenberplatz schon fast eingeholt hatte.
Knapp vor der „Flamme Rouge“ – dem letzten Kilometer auf Höhe der Staatsoper – holte Valentin mich endgültig ein und wir liefen von nun an im Gleichschritt unter dem Beifall von zigtausenden frenetisch anfeuernden Zuschauern. Zweimal versuchte ich nun Vali „anzubringen“, einmal drückte er ziemlich stark an. Dennoch konnte keiner den anderen abschütteln und so passierten wir Kilometer 42 nebeneinander. Nun folgte die Rechtskurve zum Heldentor und ich versuchte noch einmal zu beschleunigen. Vali hielt aber dagegen und konnte sich trotz wahnsinniger Aufholjagd nach dem Durchlaufen des Heldentores leicht absetzen und mit rund 2sec Vorsprung vor mir die Ziellinie passieren.
Frust über den verlorenen Zweikampf ließ ich aber nicht zuletzt ob der unglaublichen Stimmung beim Zieleinlauf bzw. ab der Staatsoper gar nicht erst aufkommen. Immerhin belegte mein Team Volksbank Wien in der Besetzung Wolfgang Hiller, Jennifer Wenth, Manuel Kronschläger und meiner Wenigkeit mit der Mixed-Rekordzeit von 2:19:28h im Mixed-Bewerb den 1. Rang und insgesamt den 3. Rang aller Staffeln – und das beim größten Staffelmarathonbewerb der Welt!
Mein Kilometerschnitt von 3:17’/km stimmt mich auch sehr positiv und rundete meinen sehr gelungenen dritten Auftritt ab. Einziges dünklere Wölkchen am Wiener Marathonhimmel war der mit zwei Zehntel irrsining knappe Rückstand auf Vali sein Forever Team, doch der hat dafür ohnehin sehr viel mehr investieren müssen :-p
Zum Schluss eines wieder etwas längeren Berichtes möchte mich herzlich bei meinen Mitläufern und Mitläuferin bedanken. Weiters noch meiner Freundin und meinen Eltern (sowie allen anderen ;-)) für die tolle Unterstützung entlang der Strecke.
Im Speziellen aber nochmals auch der Dank an Dir. Wolfgang Layr und die Volksbank Wien für das Sponsoring unseres Teams! DANKE und hoffentlich bis zum nächsten Jahr!!!

Über Christoph Sander

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