Ein Satz mit X …

… das war wohl nix!

So viel hab ich mir vorgenommen, erhofft und sogar erträumt! Doch wieder einmal ist es anders gekommen als gedacht! Klar, sub 9:00′ war trotz guter Trainingsleistungen nicht wirklich realistisch, aber sich dann so gehen zu lassen und mit 9:19′ ins Ziel zu kommen, das war schon ein herber Schlag! Mein an sich tolles Saisonabschluss-Weekend mit 2 Tagen Berlin inklusive Besuch des ISTAF am Sonntag hab ich mir also gehörig versaut!

Verloren hatte ich wohl schon am Donnerstag, am Tag vor dem Wettkampf also! Mentale Stärke ist sowieso nicht gerade mein dritter Vorname, doch sich am Pre-Wettkampfabend durch einen Blick auf die dünne, vorne allerdings starke Meldeliste, psychisch fertig zu machen und zu meinen, das wird ein scheiß Rennen werden, ist halt nicht das gelbe vom Ei gewesen. An der Startlinie standen wir dann zu 6. 2 Kenianer (u.a. der 16-jährige (???) U-18 Weltmeister von Lille), je 1 Italiener und 1 Deutscher, sowie Lukas und ich. Nach forschen ersten 200m war ich letzter. Kein Drama aber, wollt ich doch einfach hinter Lukas und dem Italiener reinbeißen! Das ging aber mal gar nicht! Also Plan B! Sich auf geregeltes Tempo und Technik konzentrieren und mal auf 6:00-6:05 laufen! Nach 2 Runden war ich schon zu langsam! Merkte aber auch, dass Lukas und der Italiener auch nicht weiter weg kamen. Die vorher errechneten Splits beim Zieleinlauf stimmten dennoch nicht – statt geplanten 4:12′ nach 1400m, lief ich dort schon fast die 1500m Zwischenzeit durch… Nicht zuletzt ob des mittlerweile eingesetzten Platzregens war mein Widerstand gebrochen! Im Blindflug, was eine Anspielung auf die nicht hineingerufenen Splits bei 2000m ist, lief ich Stiefel runter. Ohne Chance auf eine gute Zeit, ohne Wille nach vorne noch ran zu kommen!

Im Ziel stand ich dann ohne Startnummer (fiel dem Regen zu Opfer) und völlig fassungslos ob der eigenen „Leistung“ einmal ziemlich ratlos da.

Die Gründe für die Leistung sind verschiedene: Sicher einmal die unmittelbare WK-Vorbereitung, bei der ich mich mehr fertig gemacht habe, als mich zu pushen! Zum anderen hat einfach der Wille gefehlt! Lukas lief mit dem Italiener im Schlepptau 9:08′ – wär ich dran geblieben, wär es immerhin noch Bestzeit gewesen! Was soll’s, hat eben nicht sollen seien! Groß Jammern nützt in den seltensten Fällen! Zumal das Leben ja kein Ponyhof ist…

Anstelle nun Trübsal zu blasen, denk ich lieber noch mal an die schönen Erlebnisse der Wettkampfreise:

Leben im Athletenhotel ist echt Klasse! Genauso wie rund 1500 Zuschauer, die trotz grindigstem Wetter blieben und Stimmung machten! Viele neue, nette kennen gelernt und v.a. durch Gespräche mit TrainerInnen viel Nützliches gelernt! Ach ja, Berlin und ISTAF waren natürlich auch Spitze!! und noch zu Zeit-im letzten Jahr war meine sB gerade mal 1sec schneller, und die Technik war sicherlich die beste Leistung überhaupt!

In diesem Sinn, immer gut analysieren, aus Fehlern lernen und durch Herausstreichen des Positiven sich auf die nächsten Aufgaben freuen 😉

Über Christoph Sander

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