Hallencomeback nach 3 Jahren eher misslungen

Die Überschrift sagt heute eigentlich schon alles zu meinem Wochenende. Um 14:10 Uhr startete ich im Sinderlfinger Glaspalast (wo war das Glas eigentlich… ?) in Baden-Württemberg bei den Süddeutschen Meisterschaften. Durch verspätete Anmeldung lief ich im roten Dress meiner DSG außer Wertung, anstelle des hellblauen Jersey meines neuen deutschen Vereins Wiesbadner LV in der Wertung.

Am Start standen in Summe 18 Läufer in 2 Reihen auf 4 Bahnen, wobei trotz chaotischen Vor-Start-Zuständen alles sehr diszipliniert ablief – entgegen den Befürchtungen von einem gewissen Rico Schwarz, der schon einen „Start wie der Cross-EM“ erwartete 😉
Ich konnte mich nach den ersten 2 Kurven auf Bahn 2-3 auch gut „innen“ einreihen und kam nach 1:19′ zur 500m-Marke. Danach setzte ich ein wenig „auf das falsche Pferd“ und verbummelte hinter meinen zwei Vorderleuten total das Rennen – wenngleich ich auch zugeben muss, dass sich meine Beine – und auch Arme (!) – in der Mitte des Laufes sich schon recht unfrisch anfühlten. Die 1000m in 2:43’hoch und die 1100m in ca. 3:01′ ließen meine Zuversicht auf eine sub 4:00er Zeit endgültig schwinden, dennoch versuchte ich noch einmal zu forcieren. Gefühlsmäßig stellte ich auch ordentliche zwei letzte Runden hin, in denen ich zwei Läufer überholte und auch meinem Trainingspartner aus Wiesbaden Martin Schwerdtfeger immer näher kam. Im Endeffekt waren aber auch die letzten 400m alles andere als des „Eies gelbe Mitte“. Daher ergab die Endzeit dann mit 4:04,15′ ein mir relativ sehr bekanntes Ergebnis – lief ich 2011 doch im Freien bereits zwei Mal eine niedrige 4:04er Zeit…

Somit sitze ich jetzt hier mit total gemischten Gefühlen. Zum Halleneinstieg in ’nem chaotischen Rennen dieselbe Zeit wie im Freien hinzustellen – ohne spezifische Vorbereitung – ist sicherlich kein total schlechtes Zeichen. Außerdem war mein Jänner ohnehin nicht wie ich ihn mir vorgestellt habe, was vor allem durch gesundheitliche „Unzustände“ und enorme studientechnische Belastungen (jaja, von wegen Erasmus ist nur „Party-Party“ …) zu erklären ist.
Andererseits habe ich beispielsweise letzten Mittwoch 3x1000m in 2:49′ / 2:46′ (mit Martin) / 2:45′ hingestellt und im Anschluss noch 500m (mit Martin) in 1:16′ – also so schlecht drauf bin ich ja dann wohl doch nicht, oder?! Oder beim Laktattest Ende Dezember lief ich völlig erledigt 2:38′ hintenraus… Außerdem kann es ja wohl nicht sein, dass mich nach 500m bei fast jedem 1500er so der „Mut“ (?) verlässt und das Tempo drossel um halbwegs souverän (Doppel-??) ins Ziel zu kommen…
Wie ihr seht stellen sich mir, je länger ich darüber nachdenke, umso mehr Fragen, warum ich erneut nur 4:04,15′ gelaufen bin…

… naja, egal! Jammern nützt echt nur Leuten die nicht weiterkommen wollen und mit dem was sie haben, bereits zufrieden sind! (was ja eigentlich paradox ist, denn warum jammert man wenn man prinzipiell alles hat, was man braucht…)
Ich werde mich jetzt nach Abgabe meiner Seminararbeit (deren unaufhaltsam näher rückende Frist mich zumindest die letzten drei Tage schlecht schlafen ließ) einmal in die Horizontale begeben und mich ausruhen. Denn morgen ist immerhin ein neuer Tag, der mit Tennis-Abschlussprüfung sowie Choreographie-Performance einiges an Arbeit zu bieten hat.
Dagegen wird der morgige Longjog hingegen leicht von der Hand gehen, denn beim Verfassen dieser Zeilen fiel mir gerade wieder ein, dass ich eigentlich mächtig froh sein sollte, mal wieder einen Winter durchtrainieren zu können und ich überhaupt die Chance hatte, mich mal wieder in der Halle zu präsentieren, nachdem ich die letzten beiden Jahre ja den winterlichen Totalausfall hatte!

In diesem Sinne, gute Nacht und nie vergessen: it all comes down to summer! =)

Über Christoph Sander

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