Wiener Cross Meisterschaften 2012

Nach einem Jahr Pause aufgrund meines letztjährigen Auslandssemesters in Mainz nahm ich dieses Jahr wieder bei den Wiener Cross Meisterschaften teil. Die Meisterschaften standen aber leider unter keinem guten Stern!
Am vergangenen Dienstag lag ich mehr als eine Stunde am Stuhl in der Praxis meiner Zahnärztin, was im Endeffekt eine dreitägige Lauf- und Trainingspause sowie ein leider immer noch andauerndes Unwohlgefühl zur Folge hatte. Nach einem kurzen Joggerl am Samstag Abend ich entschloss ich mich dennoch für einen Start.
Nach der kleinen Runde (© Marek)

Die 3050m lange Strecke am Wiener Cricket Platz sollte ohnehin im Vergleich zu den mehr als 10km in Darmstadt und den knapp 10km nächstes Wochenende bei der EM in Budapest kein großes Problem darstellen. Wobei die für mich „neue“ Streckenführung doch eine Herausforderung war, lief ich doch seit Beginn meiner Laufkarriere rund 10 Jahre stets auf demselben Kurs, der aber nun eben geändert worden war.

Letzte Runde (© Marek)

Nach kleinen Startproblemen (zwei Startlinien und ein Fehlstart – auch sowas gibt’s wohl nur in Wien…) ging’s dann um 11:15 Uhr endlich los. Ich heftete mich rund einen Kilometer an die Fersen von Andi Vojta, musste diesen dann aber klarerweise ziehen lassen. Ich lief dann ein relativ solides Rennen, der Abstand auf Andi wurde ein bisschen größer und am Ende waren’s rund 20sec. Gleichzeitig hielt ich meine Trainingskumpels Stephan (3. Rang) und Roland (4. Platz) auf Distanz. Wobei ich zugegeben gegen Mitte des Rennens schon ein paar Mal zu meinen DSG-Kollegen nach hinten linste, ob der Abstand eh konstant gleich bleibt. Einerseits ein Zeichen der momentanen Verunsicherung, andererseits natürlich ein Ausrufezeichen der Entwicklung der beiden Burschen!

 Die Teamwertung konnten wir mit den Rängen 2, 3 und 4 klar für uns entscheiden und somit das team2012.at deutlich in die Schranken weisen! 😉
Für mich heißt es nach dieser zähen Woche, endgültig fit werden und nach einer kleinen Abschlussbelastung Mitte der Woche im Vollbesitz meiner physischen und psychischen Kräfte am Freitag nach Budapest zu reisen, wo dann Sonntag der Kampf um Meter und Positionen erfolgt! 🙂
Die Meisterschaften selbst waren für unseren Verein und auch den Verband ob der guten Starterfelder sicherlich ein Erfolg, die Durchführung war leider Gottes wieder sehr trostlos! Kein Sprecher, keine Musik, kein Podest bei den Siegerehrungen! Da kann man nur hoffen, dass der doch klar erkennbare Aufschwung in der Wiener Leichtathletik nicht durch solch lustlose Veranstaltungen selbst wieder zum Stoppen kommt…

Über Christoph Sander

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